Abitur

Im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesländern, die mit der Einführung der Profiloberstufe die Anzahl auf fünf erhöhen, bleibt es in Hamburg bei vier Prüfungsfächern. Dies hat Vor- und Nachteile für die Prüflinge.

In drei dieser vier Prüfungsfächer wird eine schriftliche Prüfung abgelegt, im vierten eine Präsentationsprüfung oder eine mündliche Prüfung. Die vier Prüfungsfächer müssen die drei Aufgabenfelder (I: Sprachen und Künste, II: Gesellschaftswissenschaften, III: Mathematik und Naturwissenschaften) abdecken, aus Aufgabenfeld I muss dabei eine Sprache gewählt werden.
Das profilgebende Fach (erhöhtes Niveau) ist stets Prüfungsfach, in der Regel als schriftliches Prüfungsfach mit dezentral (d.h. vom unterrichtenden Lehrer) verfasster Aufgabenstellung. Wird das profilgebende Fach mündlich geprüft, ändern sich die Bedingungen innerhalb der Kernfächer (siehe unten). Eines der beiden Kernfächer auf erhöhtem Niveau (Auswahl durch den Schüler) ist schriftliches Prüfungsfach mit zentraler Aufgabenstellung. Ein zweites Kernfach muss Prüfungsfach sein. Hier kann das zweite auf erhöhtem oder das auf grundlegendem Niveau gewählt und schriftlich oder mündlich geprüft werden. Das vierte Prüfungsfach kann unter Beachtung der oben dargestellten Auflagen mehr oder minder frei gewählt werden.
Wird im profilgebenden Fach eine mündliche Prüfung abgelegt, so muss der Prüfling in beiden Kernfächern auf erhöhtem Niveau eine schriftliche Prüfung mit zentral gestellten Aufgaben absolvieren.

Aus den oben angeführten Auflagen ergibt sich, dass bei der Anwahl bestimmter Profile – bedingt durch das Aufgabenfeld des profilgebenden Faches – Mathematik zum verbindlichen Prüfungsfach wird. Dies ist immer dann gegeben, wenn das profilgebende Fach eine Fremdsprache, ein künstlerisches Fach oder Sport ist, denn diese Fächer gehören dem Aufgabenfeld eins bzw. gar keinem Aufgabenfeld (Sport) an. Würde man in diesen Fällen aus dem Bereich der Kernfächer Deutsch und Englisch als Prüfungsfächer wählen (beide Aufgabengebiet eins), könnte durch das vierte Prüfungsfach nur entweder die Gesellschaftswissenschaft oder die Naturwissenschaft abgedeckt werden, das ist nicht gestattet.