Soziales und gesellschaftspolitisches Engagement am EBERT
Unsere Schülerinnen und Schüler werden ermutigt, über den eigenen Horizont hinauszublicken, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv mit sozialen, gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Durch Projekte, Initiativen und praktische Erfahrungen fördern wir Empathie, Zivilcourage und demokratisches Handeln ? als Grundlage für eine mündige, solidarische und engagierte Teilhabe an unserer Gesellschaft. Hier finden Sie eine Auswahl unserer sozialen und gesellschaftspolitischen Aktivitäten.
Unten aufgeführt sehen Sie die Aktivitäten der letzten Zeit.
Eine Gesamtübersicht über unser gesellschaftspolitisches Engagement finden Sie hier.

Alexandra Kiss

Alexandra Kiss

Wir werden jetzt schnellstmöglich einen Termin mit dem Kinderhospiz Sternenbrücke zur Spendenübergabe machen und halten euch dazu auf dem Laufenden.
Tanja Köhler
Die Klasse 5MT2 besuchte heute das Seniorenheim am Petersweg, um den Bewohnerinnen und Bewohnern mit selbstgemalten Bildern und persönlichen Briefen eine kleine Freude zu bereiten.
Besonders schön war, dass sogar ein persönlicher Kontakt entstand: Eine Schülerin durfte ihr selbstgemaltes Bild direkt an eine Seniorin überreichen. Für beide war dieser Moment etwas ganz Besonderes - und auch für die begleitende Lehrkraft war es berührend zu sehen, wie durch eine kleine Geste echte Freude und Nähe entstehen können.
Ein schöner Moment, der mal wieder gezeigt hat, wie wertvoll Begegnungen zwischen den Generationen sein können.
Die Klasse fragte direkt, ob sie mal zum gemeinsamen Malen zurück kommen kann.
Alexandra Kiss
Heute war es endlich so weit: Unser erster Kuchenverkauf zugunsten der Progressive Bigodi Primary School in Uganda hat stattgefunden. Und wir sind wirklich überwältigt von dem großen Interesse, dem Zuspruch und vor allem davon, wie viele Schülerinnen und Schüler sich an der Aktion beteiligt haben.
Aber warum eigentlich Uganda?
Das Ganze hat mit einer Reise von Frau Kiss begonnen. In den Sommerferien war sie in Ostafrika unterwegs und hat dabei eher zufällig die Progressive Bigodi Primary School in Uganda kennengelernt. Dort wurde sie sehr herzlich empfangen und hat die Schule und die Menschen vor Ort als so offen und herzlich erlebt, dass schnell der Wunsch entstanden ist, die Schule auch nach ihrer Reise weiter zu unterstützen. Diesen Wunsch möchte sie nun gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern umsetzen und Frau Bobie-Amoah unterstützt sie dabei.
Das Geld aus unseren Aktionen soll dabei ganz konkret für die Schule eingesetzt werden. Wir möchten Schulmaterialien finanzieren, zum Beispiel Schulbücher und Schulhefte. Deshalb hoffen wir, mit unseren Aktionen eine ordentliche Summe zusammenzubekommen und damit die Schülerinnen und Schüler in Bigodi zu unterstützen.
Für den ersten Kuchenverkauf wurde jedenfalls einiges aufgefahren: Schokoladenkuchen, Schoko-Bananenkuchen, Käsekuchen, Fantakuchen, Chocolate-Chip-Muffins, glutenfreie Kuchen und ein leckerer, saftiger Zitronenkuchen waren dabei. Die Auswahl war groß und für jeden Geschmack war etwas dabei.
Der absolute Renner war der Triple-Chocolate-Oreokuchen. Der war schneller weg, als wir schauen konnten. Beim nächsten Mal müssen wir davon auf jeden Fall mehr haben – da waren sich am Ende wohl alle einig.
Besonders schön war für uns zu sehen, wie viele Schülerinnen und Schüler helfen wollten und mit wie viel Herzblut sie dabei waren. Beim Verkauf wurde angepackt, Kuchen wurden verteilt und überall wurde geholfen, wo gerade Unterstützung gebraucht wurde. Es hat wirklich viel Spaß gemacht und wir haben uns sehr darüber gefreut, dass so viele Schülerinnen und Schüler die Aktion unterstützt haben.
Und selbst beim Aufräumen war noch Unterstützung da: Zum Ende kamen sogar noch Schülerinnen und Schüler aus dem 12. Jahrgang dazu und halfen beim Wegtragen und Aufräumen. Das war für uns ein richtig schöner Abschluss des Tages.
Auch bei allen, die Kuchen gekauft oder etwas gespendet haben, möchten wir uns herzlich bedanken. Einige haben sogar einfach so etwas gespendet, ohne dafür Kuchen zu kaufen. Darüber haben wir uns natürlich besonders gefreut.
Frau Bobie-Amoah und Frau Kiss sind sehr zufrieden mit diesem ersten Kuchenverkauf. Es war schön zu erleben, wie viel Unterstützung die Idee bekommt und mit wie viel Freude sich die Schülerinnen und Schüler eingebracht haben.
Alexandra Kiss
Mit vollgepackten Taschen und spürbarer Vorfreude machte sich die 5MT2 auf den Weg ins Seniorenheim im Petersweg. Dort wurden die Schülerinnen und Schüler schon im Großen Saal erwartet und sehr herzlich begrüßt.
Nach den ersten Gesprächen ging alles ganz schnell. Die Arbeitstische waren im Nu vorbereitet, Farben und Pinsel lagen bereit. Die Kinder suchten sich jeweils eine Partnerin oder einen Partner aus und setzten sich zusammen. Schon nach kurzer Zeit wurde konzentriert gemalt, aber auch viel geredet und gelacht. Es entstanden bunte Osterbilder und viele fröhliche Frühlingsblumen.
Während des Malens kamen die Tandems ins Gespräch. Die Schülerinnen und Schüler hörten interessiert zu und staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass einige der Bewohnerinnen und Bewohner bereits 96 Jahre alt sind. Es wurden Geschichten erzählt, Erinnerungen geteilt und auch viel gelacht. Frau Kiss und das Pflegepersonal beobachteten das Ganze mit großer Freude. Es war schön zu sehen, wie selbstverständlich Jung und Alt miteinander umgingen.
Ein besonderes Highlight war Conrad, der im großen Saal ein Klavier entdeckte. Er setzte sich kurzerhand und spielte einige Stücke. Die Musik erfüllte den Raum und sorgte für eine ganz besondere Stimmung.
Zum Abschluss wurden die entstandenen Werke noch einmal gemeinsam betrachtet. Es gab eine kleine Ausstellung, bei der alle Bilder einen Platz fanden. Einige Kinder entschieden sich sogar, ihre gemeinsam gestalteten Werke den Seniorinnen und Senioren als Erinnerung an diesen besonderen Vormittag zu schenken.
Über den ganzen Vormittag hinweg war die Stimmung gelöst und fröhlich. Man konnte in viele zufriedene Gesichter schauen. Für die Bewohnerinnen und Bewohner war der Besuch eine willkommene Abwechslung, und auch die Kinder nahmen viele Eindrücke mit.
Am Ende blieb nicht nur eine Sammlung bunter Bilder, sondern vor allem das Gefühl, gemeinsam eine schöne Zeit verbracht zu haben. Vormittag, der sicher noch lange in Erinnerung bleibt.
Zur Krönung gab es auf dem Schulhof noch ein leckeres Eis!
Alexandra Kiss
Das große Projekt "Feste der Demokratie" zu Ehren des Schulnamensgebers vom Januar und Februar 2025, das im Januar bereits mit dem Hamburger Bertini-Preis ausgezeichnet wurde, hat gerade zusätzlich einen bundesweiten Preis erhalten.
Im Juni dürfen drei unserer Schüler:innen zu einer dreitägigen Vernetzungstagung nach Berlin reisen und dort das Projekt vorstellen und andere Engagierte jungen Menschen treffen.
Dies ist uns eine große Ehre und wir hoffen, dass daraus spannende neue Ideen für künftige Projekte hervorgehen. "Feste der Demokratie" will die Schule nämlich künftig regelmäßig feiern.
Stefanie Engel
Im Januar 2025 liefen an unserer Schule die Pläne und Aktivitäten zu Ehren des 100. Todestages unseres Schulnamensgebers an: Friedrich Ebert, ab 1919 erster Reichspräsident der damals frisch gegründeten Weimarer Republik und überzeugter Demokrat.
Dann erreichte uns die Information, dass die große Friedrich-Ebert-Halle, in den 1920er Jahren als Stadthalle Harburgs erbaut, für Wahlkampfveranstanstaltungen zur anstehenden Bundestagswahl vermietet worden war. Das fanden wir schon merkwürdig. Die Halle gehört, obwohl auf demselben Gelände, nicht zur Schule und auch wir müssen unsere Vollversammlungen, Schulkonzerte und Theateraufführungen dort lange vorher anmelden. Sehr wohl wird sie immer wieder vermietet, ob ihrer besonderen Akustik sogar für Tonaufnahmen. Doch eine politische Veranstaltung dort führte in der Öffentlichkeit zu Missverständnissen. Für viele Menschen im Stadtteil sah es so aus, als hätte die Schule, die sich nach dem Sozialdemokraten Friedrich Ebert benennt, selbst eine Partei eingeladen, die in Teilen als gesichert rechtsextrem gilt.
Unseren geplanten Feierlichkeiten gab das extra Auftrieb. Wir weiteten die geplante Veranstaltung zu einem mehrteiligen Fest mit weithin sichtbarer bunter Dekoration der Schule aus. Die Banner für Vielfalt, Toleranz und Respekt zogen Neugierige aus dem Viertel an, die kräftig mitfeierten. Auf einmal war die breite Freitreppe vor der Ebert-Halle mit Straßenkreide in Regenbogenfarben bemalt und quer über die 50 Meter des Innenhofs hing ein gigantisches "Demokratie braucht keine Alternative".
Obwohl Freitagnachmittag und an einem Samstag gefeiert wurde, waren Schüler:innen aller Jahrgänge, Lehrkräfte und viele Eltern, Familien und Freund:innen daran beteiligt. So wurde noch viel breiter und lebendiger über Friedrich Ebert und die demokratischen Werte gesprochen, als wir es uns für unsere Gedenkfeier erhofft hatten.
Die Presse kam, das NDR Hamburg Journal berichtete. Und heute werden nun stellvertretend für die Schulgemeinschaft 32 unserer Schüler:innen mit dem Bertini-Preis ausgezeichnet.
Den Beitrag des Hamburg Journals finden Sie hier.
Text: Stefanie Engel
Copyright Bilder: Jonas Walzberg für Bertini-Preis
Seit heute gibt es an unserer Schule jeweils eine neue Pfand-Box in beiden Flügeln. Die Idee dazu stammt von der Klasse 10MT2, die mit dieser Aktion Geld für ihre Abschlussfeier sammelt. Gleichzeitig verfolgen die Schülerinnen und Schüler ein Ziel, das über den eigenen Jahrgang hinausgeht: Nach der Abschlussfeier soll die Pfand-Box weiter genutzt werden und dauerhaft der Schulgemeinschaft zugutekommen.
Das Projekt verbindet auf gelungene Weise praktisches Engagement mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit. Leere Pfandflaschen und Dosen werden nicht mehr achtlos weggeworfen, sondern bewusst gesammelt und dem Recyclingkreislauf zugeführt. So leistet jede abgegebene Flasche einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz und zeigt, dass verantwortungsvolles Handeln auch im Schulalltag möglich ist.
Besonders hervorzuheben ist der Einsatz der 10MT2 bei der Umsetzung. Die Klasse hat die Pfand-Box selbst geplant, gestaltet und organisiert. Dabei ging es nicht nur darum, Geld zu sammeln, sondern auch darum, Verantwortung zu übernehmen und ein gemeinsames Projekt für die Schule auf die Beine zu stellen.
Unsere Schulgemeinschaft ist eingeladen, die Pfand-Boxen zu nutzen und mitzumachen. Wer seine Pfandflaschen dort einwirft, unterstützt zunächst die Abschlussfeier der 10MT2 und später weitere schulische Vorhaben. Die Pfand-Boxen zeigen damit, wie Eigeninitiative, Umweltbewusstsein und Zusammenhalt an unserer Schule ganz konkret gelebt werden.
Alexandra Kiss
In diesem Jahr setzten die Klassen 8T2, 8T3, 5T, 5MT2 sowie der Kunstkurs des 11. Jahrgangs ein besonders herzliches Zeichen der Verbundenheit: Gemeinsam gestalteten sie weihnachtliche Bilder und Karten für die Bewohnerinnen und Bewohner des Domicil-Pflegeheims im Petersweg.
Mit Kreativität, Farben, unterschiedlichen künstlerischen Medien und weihnachtlicher Stimmung entstanden über mehrere Tage hinweg zahlreiche kleine Kunstwerke. Die handgefertigten Karten enthielten persönliche Grußbotschaften, Wünsche und freundliche Worte. Gerade in der Adventszeit eine schöne Geste, die verbindet und Freude schenkt.
Heute machten sich die Schülerinnen und Schüler der 8T3 mit Frau Kiss schließlich auf den Weg zum Pflegeheim, um ihre weihnachtliche Post persönlich zu überreichen. Vor Ort kam es zu vielen herzlichen Begegnungen: Strahlende Gesichter, dankbare Worte und ein warmes Miteinander prägten die Übergabe. Für unsere Schülerinnen und Schüler war es ein bewegender Moment zu sehen, wie ihre Gesten der Aufmerksamkeit und Wertschätzung bei den älteren Menschen ankamen.
Die Verbindung zwischen beiden Generationen besteht nicht erst seit diesem Projekt. Schon in der Vergangenheit gab es gemeinsame künstlerische Aktionen, bei denen Jung und Alt zusammen kreativ wurden. Diese Erfahrungen schufen Vertrauen, Nähe und gegenseitige Wertschätzung, was auch bei der heutigen Begegnung deutlich zu spüren war. Umso schöner, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Kunstpartner wieder trafen.
Ein herzliches Dankeschön an alle beteiligten Klassen und das Domicil-Pflegeheim für dieses gelungene generationsübergreifende Projekt, das zeigt: Kleine Gesten können große Freude schenken.
Alexandra Kiss
